Empfehlungen für Journalisten in sozialen Netzwerken
Die Prognosen im Web 2.0 für 2009 sind sich in einer Hinsicht einig: Zu erwarten sind weniger revolutionäre Neuigkeiten. Das Neue wird Normal. Twitter wird von der Nischenanwendung zum Mainstream, Facebook das wirkliche Second Life werden. Viele Journalisten twittern bereits, immer mehr Redaktionen erkennen die Bedeutung, die soziale Netzwerke für sie haben könnten.
Doch wie damit umgehen ?
Dass es in den Redaktionen großen Diskussionsbedarf gibt, hat auch das amerikanische Poynter Institute in einer Virtual Poynter Sitzung mit Redakteuren der The Roanoke Times festgestellt. Sehr pragmatisch wurden während des Trainings per Videokonferenz ethische Richtlinien für Journalisten entwickelt, die sich in sozialen Netzwerken wie Facebook, MySpace oder Twitter bewegen.
Der englische Originaltext bei Poynter lohnt sich als Einführung in das Thema “Journalisten in sozialen Netzwerken” in jedem Fall, da in den über 7.000 Zeichen auch einige Beispiele genannt werden. So findet sich auch ein Hinweis auf die New York Times’ Policy on Facebook and Other Social Networking Sites. Jetzt auch bei mir ;)
Da ich allerdings dunkel ahne, dass der englische Text bei einigen Mitgliedern verschiedener Redaktionen keinen sofortigen Lesereflex auslöst, und ich gleichzeitig das Thema für den deutschsprachigen Raum für wichtig halte, möchte ich einen (leicht kommentierten) Übersetzung der drei Kernbereiche versuchen.
Empfehlungen für den redaktionellen Umgang mit sozialen Netzwerken:
a) Bei der Themenfindung und Recherche
b) Zur Markenbildung und als Marketing für die eigene Veröffentlichungen
c) Für die Balance zwischen dem Persönlichen und dem Professionellen
Auf geht’s – die Empfehlungen verstehen sich als nicht als vollständig und abgeschlossen. Sie enthalten auch widersprüchliche Tipps für das Bewegen im Web 2.0, die zwischen der Absicht, transparent zu arbeiten und die eigene Privatsphäre zu schützen, oszillieren.
Anregungen und Diskussion sind ausdrücklich erwünscht!
